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Ganztagsgymnasien mit Halbtagsbudget funktionieren nicht!

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg fordert den Senat des Landes Berlin auf, ein schlüssiges Finanzierungskonzept für die geplante Strukturreform der Berliner Schule vorzulegen.

 
„Wir unterstützen weitgehend die von Senator Zöllner angestrebte Strukturreform. Bezogen auf die Gymnasien darf es aber nicht dazu kommen, dass irgendwie Ganztagsunterricht eingerichtet werden soll, ohne dass die Schulen entsprechend ausgestattet sind. Wird ein Gymnasium als Ganztagsschule deklariert, entsteht ein finanzieller Bedarf. Außerdem sollten die Gymnasien über die Aufnahmen von Schülern entscheiden können.“, erklärt die Verbandsvorsitzende Wiencek.

Folgende Bedingungen müssen aus Sicht des Philologenverbandes erfüllt sein:

1.      Der Ganztagsbetrieb an Gymnasien setzt eine ausreichende Ausstattung mit qualifizierten Lehrkräften voraus. Die bloße Beaufsichtigung der Schüler am 
Nachmittag genügt nicht.
2.   Die jeweilige Schule muss die Entscheidungsbefugnis bei der Aufnahme von 
Schülern bekommen. Grundlage sollte neben dem Grundschulzeugnis ein 
verpflichtendes Aufnahmegespräch sein. Die Schule muss auch die Möglichkeit haben, Schüler mit speziellen Begabungen aufzunehmen, wenn diese genau zum Profil der Schule passen.

3.      Die räumliche Ausstattung muss einem Ganztagsbetrieb genügen. 
Dazu gehören eine  Mensa oder Cafeteria, Ruheräume für Stillarbeit, hygienisch einwandfreie Sanitärbereiche und Arbeitsräume für die Lehrkräfte.

 

 

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg fordert den Senat des Landes Berlin auf, ein schlüssiges Finanzierungskonzept für die geplante Strukturreform der Berliner Schule vorzulegen.

 
„Wir unterstützen weitgehend die von Senator Zöllner angestrebte Strukturreform. Bezogen auf die Gymnasien darf es aber nicht dazu kommen, dass irgendwie Ganztagsunterricht eingerichtet werden soll, ohne dass die Schulen entsprechend ausgestattet sind. Wird ein Gymnasium als Ganztagsschule deklariert, entsteht ein finanzieller Bedarf. Außerdem sollten die Gymnasien über die Aufnahmen von Schülern entscheiden können.“, erklärt die Verbandsvorsitzende Wiencek.

Folgende Bedingungen müssen aus Sicht des Philologenverbandes erfüllt sein:

1.      Der Ganztagsbetrieb an Gymnasien setzt eine ausreichende Ausstattung mit qualifizierten Lehrkräften voraus. Die bloße Beaufsichtigung der Schüler am 
Nachmittag genügt nicht.
2.   Die jeweilige Schule muss die Entscheidungsbefugnis bei der Aufnahme von 
Schülern bekommen. Grundlage sollte neben dem Grundschulzeugnis ein 
verpflichtendes Aufnahmegespräch sein. Die Schule muss auch die Möglichkeit haben, Schüler mit speziellen Begabungen aufzunehmen, wenn diese genau zum Profil der Schule passen.

3.      Die räumliche Ausstattung muss einem Ganztagsbetrieb genügen. 
Dazu gehören eine  Mensa oder Cafeteria, Ruheräume für Stillarbeit, hygienisch einwandfreie Sanitärbereiche und Arbeitsräume für die Lehrkräfte.

 

 

Setzt der Religionsfreiheit Grenzen!          

Die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg, Kathrin Wiencek, warnt:

„Das gestrige Urteil zur Gebetsfreiheit in Schulen sendet ein völlig

falsches Signal in die Berliner Schulen. Es höhlt das Prinzip der

Trennung von Staat und  Religion aus!“

Nach Ansicht des Philologenverbandes wird dieses Urteil selbstverständlich als Präzedenzfall aufgefasst werden.  Die Folgen sind deshalb deutlich absehbar:

·                        Schulen werden de facto gezwungen, Gebetsräume einzurichten. Marienaltäre, Gebetsteppiche, Buddhastatuen gehören aber mit Recht nicht zur Ausstattung säkularer Schulen

·                        Ohne Gebetsräume wird das Gebet zu einer öffentlichen Handlung, die dann als Propagandainstrument missbraucht werden kann. Schüler, die nicht die Gebetszeiten achten, werden unter Druck gesetzt.

·                        Eine Landesregierung, die ein Wahlpflichtfach Religion bekämpft, kann nicht tatenlos zusehen, wie nun Religion ohne staatliche Aufsicht und völlig willkürlich Einzug in die Schulen hält.

·                        Es ist naiv zu glauben, dass dieses Urteil nicht auch von extremen religiösen Gruppen für eigene Zwecke genutzt werden wird. Dabei ist es völlig gleichgültig, um welche Religionsgemeinschaft es im Einzelfall geht. Religiöser Agitation wird hier Tür und Tor geöffnet.

 

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg fordert daher:

1.           Diese Streitfrage muss grundsätzlich vom Bundesver-fassungsgericht entschieden werden.
 
2.           Das Fach Religion – auch islamische! – muss als Wahlpflichtfach in Berlin zugelassen werden.
In den Rahmen solcher Religionsstunden lassen sich Gebetszeiten sinnvoll einbetten – unter staatlicher Aufsicht!
   

 

7/2009

Erstens kommt es schlimmer und

zweitens als man denkt"

Senatsverwaltung schweigt

zum tatsächlichen Ausmaß des Lehrermangels

"Nach  Auswertung der dem Philologenverband vorliegenden mageren Daten der Senats-verwaltung und der Daten des Statistischen Landesamtes prognostizieren wir einen Lehrkräftemangel in Höhe von 1500 Lehrkräften in VZE (Vollzeiteinheiten)", stellte die Vorsitzende des Verbandes, Kathrin Wiencek, fest.
"Bei der Abschätzung haben wir schon ca. 1200 Einstellungen  (in VZE) für das kommende Schuljahr eingerechnet. Einstellungen in diesem Umfange sind bisher jedoch weder erfolgt noch bekannt."

Die öffentliche Behauptung der Senatsverwaltung, es gäbe angeblich eine ausreichende Unterrichtsversorgung, ist nicht nachvollziehbar. Desweiteren verweigert die Senats-verwaltung selbst auf entsprechende Anfragen, die Offenlegung der tatsächlichen und vollständigen statistischen Daten. 

Die Erfahrungen mit dem Berliner Bildungssystem lassen Schlimmstes befürchten!

Der Philologenverband fragt daher:
Warum soll ausgerechnet Berlin eine ausreichende Unterrichtsversorgung haben, wenn bundesweit 25 000 bis 50 000 Lehrkräfte fehlen?

Warum will der  Berliner Senat ca. 30 Millionen für Zulagen ausgeben, damit Lehrerinnen und Lehrer in Berlin bleiben, wenn Berlin doch ausreichend Lehrkräfte hat?

Warum klagen viele Berliner Schulen über Lehrkräftemangel, wenn ausreichend Lehrkräfte in Berlin beschäftigt sind/sein werden?

Warum klagen regionale Schulaufsichtsbeamte offen über fehlende Stellen?

 

Darauf kann es nur folgende Forderungen geben:



Eine bedarfsgerechte, ausreichende, umgehende

und unbefristete Einstellung von Lehrkräften!

 

Verbeamtung der Lehrer als Mittel der Steigerung

der Attraktivität des Berliner Schuldienstes!

Wer im Glashaus sitzt,

sollte nicht mit Steinen schmeißen!

 

Wer den Schulen, den Schulleiter(inne)n und den Lehrer(inne)n die alleinige Verantwortung für die Mängel anlastet, nimmt die tatsächlichen Ursachen der durch die Schulinspektionen festgestellten Mängel nicht zur Kenntnis.

Die Berichte sind nicht überraschend. Lange schon sind die Defizite in der schulischen Bildung bekannt. So helfen die Schulinspektionen der Berliner Schule nicht.

Die Senatsverwaltung trägt dafür die Hauptverantwortung.

Sie ist nicht in der Lage, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen.

Arbeiten in kleinen Gruppen, Projektarbeit, individuelle Lehrpläne, Zeit für selbstständiges Lernen setzen voraus:

·        eine wesentlich bessere Personalausstattung der Schulen,

·        deutlich kleinere Klassenfrequenzen,

·        genug Räume mit entsprechender Ausstattung für binnendifferenzierten Unterricht,

·        ausreichende und qualifizierte Fortbildungsangebote,

·        Rahmenlehrpläne für einen modernen und zeitgemäßen Unterricht.

 

Nr. 5/2009

Nur noch leere Zimmer statt Lehrerzimmer?

 

Kathrin Wiencek, Vorsitzende des Philologenverbandes

Berlin/Brandenburg, schlägt Alarm:

 

„Der Berliner Senat verschuldet sehenden Auges einen gravierenden und langfristigen Lehrermangel an Berliner Schulen!“ -  Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache:

 

·           Andere Bundesländer bieten jungen Lehrkräften eine Verbeamtung sowie deutlich höhere Grundgehälter.

·           Angebliche 1200,- € mehr für junge angestellte Lehrkräfte sind Teil einer politischen Kampagne. Öffentliche Zusagen wurden nicht eingehalten, es gab keine höheren Einstufungen, angekündigte Zulagen sind nur Bruchteile dieses Betrags und können jederzeit widerrufen werden.

·           Besoldungserhöhungen, die in anderen Ländern vollzogen werden, gibt es in Berlin nicht. Seit Jahren findet nicht einmal ein Inflationsausgleich statt.

·           Die Planung des neuen Schuljahrs und die Neueinstellungen laufen in anderen Bundesländern deutlich früher. Folge: Lehrkräfte mit guten Abschlussnoten sind weg, bevor Berlin aufwacht.

·           Etwa 1500 dauerkranke Lehrkräfte sind Beleg für die nicht mehr vertretbaren Belastungen. Exakte Zahlen sind von der Senatsschulverwaltung nicht zu erfahren, auch das ist bezeichnend.

·           In erheblichem Umfang wird Unterricht an Berliner Schulen  von Lehrkräften übernommen, die nicht oder nur teilweise eine reguläre Lehrerausbildung absolviert haben.

 

Der PhV Berlin-Brandenburg fordert deshalb:

 

1.    Rückkehr zur Verbeamtung von Lehrkräften!

2.    Gleiche Besoldung bei gleicher Besoldungsstufe, im Osten wie im Westen!

3.      Regelmäßige Neueinstellungen und Beseitigung der Besoldungsnachteile gegenüber anderen Bundes-ländern.        

 

3/2009

SPD – „ick hör’ dir trapsen“

Plötzlich und nach 19 Jahren Regierungszeit völlig unerwartet, stellt die Brandenburger SPD fest, dass im Bildungsbereich
etwas geschehen muss.


 

 

„Es ist schon sehr erstaunlich, dass die SPD ausgerechnet im Jahr der Landtagswahl plötzlich ihr Herz für die Bildung entdeckt“, bemerkt die Vorsitzende des Philologenverbandes, Kathrin Wiencek.

 

 

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg hat Herrn Platzeck in den letzten Jahren in zwei Offenen Briefen auf die Probleme im Bildungsbereich hingewiesen. Herr Platzeck hatte es nie nötig, darauf zu antworten oder irgendwie darauf zu reagieren.

 

 

Jahrelang hätte man konsequent in die Bildung investieren können, stattdessen wurden die sinkenden Schülerzahlen letztendlich als Sparstrumpf benutzt.

 

 

Nachdem es nun im Land zunehmend massive Elternproteste aufgrund des Unterrichtsausfalls und des Wegfalls von Teilungs- und Förderstunden sowie Arbeitsgemeinschaften gibt, scheint man bei der SPD zu begreifen, dass dies wahlentscheidend sein könnte, und gelobt Besserung.

 

 

Inwieweit die Versprechungen, z. B. zusätzliche Lehrkräfte einzustellen, überhaupt zu realisieren sind, bleibt abzuwarten, da der Kampf um die ausgebildeten Lehrkräfte zwischen den Bundesländern gerade erst begonnen hat.

 

 

Wir fordern die SPD auf, ab sofort konsequent und unabhängig von Stimmungen und Wahlen

in die Bildung und damit in die Zukunft zu investieren!

3/2009

Ganztagsgymnasien mit

Halbtagsbudget funktionieren nicht!

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg fordert den Senat des Landes Berlin auf, ein schlüssiges Finanzierungskonzept für die geplante Strukturreform der Berliner Schule vorzulegen.

 

„Wir unterstützen weitgehend die von Senator Zöllner angestrebte Strukturreform. Bezogen auf die Gymnasien darf es aber nicht dazu kommen, dass irgendwie Ganztagsunterricht eingerichtet werden soll, ohne dass die Schulen entsprechend ausgestattet sind. Wird ein Gymnasium als Ganztagsschule deklariert, entsteht ein finanzieller Bedarf. Außerdem sollten die Gymnasien über die Aufnahmen von Schülern entscheiden können.“, erklärt die Verbandsvorsitzende Wiencek.

 

 

Folgende Bedingungen müssen aus Sicht des Philologenverbandes erfüllt sein:

 

1.    Der Ganztagsbetrieb an Gymnasien setzt eine ausreichende Ausstattung mit

      qualifizierten Lehrkräften voraus. Die bloße Beaufsichtigung der Schüler am

      Nachmittag genügt nicht.

 

2.   Die jeweilige Schule muss die Entscheidungsbefugnis bei der Aufnahme von

      Schülern bekommen. Grundlage sollte neben dem Grundschulzeugnis ein

      verpflichtendes Aufnahmegespräch sein. Die Schule muss auch die

      Möglichkeit haben, Schüler mit speziellen Begabungen aufzunehmen,

      wenn diese genau zum Profil der Schule passen.

 

3.    Die räumliche Ausstattung muss einem Ganztagsbetrieb genügen.

      Dazu gehören eine  Mensa oder Cafeteria, Ruheräume für Stillarbeit,

      hygienisch einwandfreie Sanitärbereiche und Arbeitsräume für die Lehrkräfte.

 

 

2/2009

Sarrazin macht Schule

 

Schon einmal hat eine Senatsverwaltung (für Finanzen) versucht, eine unzureichende Minimalausstattung als ausreichend der Öffentlichkeit zu verkaufen.

 

Nun versucht die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung – vielleicht ein bisschen geschickter – ein ähnliches Täuschungsmanöver.

Einen mit den internen Notwendigkeiten nicht Vertrauten kann man vielleicht durch geschickte statistische Darstellung täuschen.

Die Ermittlung der tatsächlich notwendigen Personalausstattung einer Schule ist nicht auf Anhieb nachvollziehbar. Sogar manche Schulleiter können die Berechnung der Senats-verwaltung nicht auf Anhieb nachvollziehen.

 

So fehlen insgesamt an den Berliner Gymnasien tatsächlich fast 200 Lehrkräfte. Durch die Darstellung eines sarrazinschen Minimalprogramms  (Pflichtbereich = so genannter Bedarf nach Stundentafel) und der Veröffentlichung entsprechender reduzierter Daten versucht man, der Öffentlichkeit eine ausreichende Personalausstattung zu suggerieren.



Wer die statistischen Daten sorgfältig auswertet, stellt fest:



1.            45 von 85 Gymnasien sind allein im Pflichtbereich mangelhaft (also unter 100%) versorgt. Von den 45 Gymnasien fehlen an 23 Schulen mehr als eine Lehrkraft.
An einer Schule sind es fast 5 Lehrkräfte.
Dass im Berliner Durchschnitt im Pflichtbereich eine ausreichende Versorgung vorliegt, bedeutet nicht, dass viele Berliner Gymnasien ausreichend versorgt sind.



2.            Setzt man den tatsächlichen Bedarf zugrunde, fehlen fast 5000 Lehrerwochenstunden. Das sind umgerechnet 200 vollzeitbeschäftigte Lehrer(innen) (sogenannte VZE = Vollzeiteinheiten).

 

Die Arbeitskraft der Berliner Lehrerinnen und Lehrer ist über Gebühr beansprucht. Angesichts der katastrophalen Personalpolitik wandern junge Lehrerinnen und Lehrer in andere Bundesländer aus. Die Schulen „kämpfen“ schon um die noch verbleibenden Lehrkräfte und werben sich gegenseitig die Bewerber ab.



Eine ausreichende Personalausstattung ist nicht in Sicht.

 

Allein die mangelhafte Personalausstattung wird jede Bildungsoffensive scheitern lassen.