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Presseerklärung Nr. 9/2010 vom 08.09.2010

Verbeamtung im Lehrerbereich dringend erforderlich

„Der Philologenverband unterstützt ausdrücklich die Initiative der CDU Berlin, Lehrer wieder zu verbeamten!" teilt die Vorsitzende des Verbandes, Kathrin Wiencek, mit. Ohne die Wiedereinführung der Verbeamtung im Lehrerbereich wird es Berlin nicht gelingen, ausreichend Personal in den Schulen aller Schulformen zu binden.

Die schlechte Bezahlung und die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen sorgen für die Abwanderung der von Berlin ausgebildeten Lehrer und schrecken alle von außen kommenden Lehrer ab.

Außerdem umgeht Berlin das Verbeamtungsverbot, da verbeamtete Bewerber auf freie Stellen oder Funktionsstellen aus anderen Bundesländern als Beamte übernommen werden.
Daher fordert der Philologenverband,
die Verbeamtung der Lehrer
umgehend wieder aufzunehmen.

Offener  Brief vom 08.09.2010

Sehr geehrter Herr Senator Zöllner,

ich wende mich in einem offenen Brief an Sie, weil ich befürchte, dass die Euphorie über die Einführung der Sekundarschulen in Berlin einige gravierende Probleme, insbesondere an den Gymnasien, in den Hintergrund gedrängt hat.

Die Rückmeldungen, die wir als  Philologenverband von unseren Mitgliedern vor allem aus den Gymnasien erhalten, decken sich nämlich in keiner Weise mit den Darstellungen, die die Senatsschulverwaltung über die Presse verbreiten lässt.
 
Erstens haben viele Gymnasien kein komplettes Lehrerteam zur Verfügung, sondern  können nur mühsam mit Aushilfskräften den Unterrichtsbedarf abdecken.
Wenn aber den Schulen, die vorausschauend und sparsam mit ihrem Personalkostenbudget umgegangen sind, dieses Geld entgegen klarer Zusagen willkürlich entzogen wird, sind diese Schulen kaum noch handlungsfähig.

Zweitens ist es kein Geheimnis, dass an den Schulen inzwischen eine Klassengesellschaft existiert: Beamte, Angestellte, befristet beschäftigte Aushilfskräfte und Referendare werden für die gleiche Arbeit sehr unterschiedlich bezahlt. Das macht den Lehrerberuf keineswegs interessant für junge Akademiker.

Drittens fehlen in etlichen Mangelfächern qualifizierte, junge Pädagogen. Die, die „auf dem Markt“ sind, nehmen weitaus attraktivere Angebote aus anderen Bundesländern an. Berlin wird diesen Aderlass nicht mehr lange durchhalten.

Ich bitte Sie deshalb dringend um Folgendes:

Setzen Sie sich innerhalb der Koalition aktiv für eine Rückkehr zur Verbeamtung von Lehrkräften ein! Stoppen Sie die Personalkostenbudgetierung und geben Sie unserem Berliner Lehrernachwuchs Stellen an Berliner Schulen! Berlin finanziert zurzeit den Ausbildungsbedarf anderer Länder! – Geben Sie allen Referen-daren in Mangelfächern zu Beginn des Referendariats eine schriftliche Einstellungsgarantie, sofern diese ihre Ausbildung mit einer „2“ oder „1“ abschließen!    
Berlin braucht diese jungen Leute! Jetzt !!                                                                                                          
Mit freundlichen Grüßen,
Kathrin Wiencek


Presseerklärung Nr. 8 / 2010 - 02.09.2010

Berliner Schulen können ihr Personal nicht mehr finanzieren!

Die Berliner Schulen müssen tatenlos zusehen, wie die ihnen fest zugesagten Finanzmittel im Rahmen der Personalkostenbudgetierung wieder gestrichen werden. Die Personalplanung vieler Schulen, die nicht genügend reguläre Lehrkräfte haben, bricht jetzt zusammen.

Die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin-Brandenburg, Kathrin Wiencek, stellt dazu fest: „Immer mehr verfestigt sich der Eindruck, dass Gelder für die so genannte Personalkostenbudgetierung  nur eine Luftbuchung waren. Der Senat streicht willkürlich Geld, das die Schulen unbedingt benötigen, um personelle Lücken irgendwie zu schließen.

Wir raten allen Schulen, aus der so genannten Personalkostenbudgetierung auszusteigen!“
Die Gründe sind klar ersichtlich:

 Von Flexibilität der Schulen durch Selbstbewirtschaftung kann keine

Rede sein. Der Senat greift willkürlich in die Kassen der Schulen.

2.     Schulen können deshalb keine mittelfristige Finanzplanung aufstellen.

3.     Es ist völlig unmöglich, ein schlüssiges Personalkonzept zu erstellen, wenn Schulen um Lehrer wie um Almosen betteln müssen!

Der Philologenverband fordert deshalb:

-        Schluss mit der gescheiterten Idee einer Personalkostenbudgetierung!

-        Schluss mit der Täuschung der Öffentlichkeit über eine angeblich ausreichende Lehrerversorgung!

-        Unterricht zu 100% nur durch voll ausgebildete Lehrkräfte!

Presseerklärung Nr. 7 / 2010 - 27.08.2010

The same procedure as every year

Während der Klassiker “Dinner for one” viele Zuschauer über viele Jahre immer wieder begeistert hat, demonstriert das Personalmanagement der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung die Unfähigkeit, alle Berliner Schulen sachgerecht mit ausgebildetem Personal auszustatten.

Die Verantwortlichen der Berliner Senatsbildungsverwaltung schweben seit Jahren über den Wolken und haben den Kontakt zur Basis verloren.

Nur so kann man sich, die jährlich sich wiederholenden stereotypen Aussagen über eine ausreichende Personalausstattung erklären. Anstatt vorausschauend und konsequent eine Personal- und Bildungspolitik zum Wohle der den Berliner Schulen anvertrauten Kinder  und Jugendlichen zu betreiben, versucht man mit Taschenspielertricks und wenig ausgereiften bildungs- und personalpolitischen Konzepten den Berlinern die Augen zu verkleistern.

So spiegelt die Pressemitteilung der Senatsbildungsverwaltung vom 20. August 2010 nur einen Teil der Wirklichkeit wider. Danach sind 25 997 Lehrkräfte (in Vollzeiteinheiten (VZE)) beschäftigt. Allein wegen Langzeiterkrankung (ca. 90%) und Mutterschutz stehen 1295 Lehrkräfte (VZE) nicht zur Verfügung.

·      Nicht erwähnt wird, dass weiterhin ca. 2700 Lehrkräfte (VZE) im Wesentlichen für Verwaltungsaufgaben u.a. für die Senatsbildungsverwaltung nicht zur Verfügung stehen.

Bleiben also nur ca. 22 000 Lehrkräfte (VZE) für den Unterricht an der Schule.

·      Nicht erwähnt wird, dass im Verlauf des Schuljahres ca. 900 Lehrkräfte aus dem Dienst ausscheiden werden.

·      Nicht erwähnt wird, dass ein erheblicher Teil der eingestellten Lehrkräfte befristet beschäftigt ist, obwohl sie Regelunterricht erteilen.

·      Nicht erwähnt wird, dass ein erheblicher Teil der befristet beschäftigten Lehrkräfte keine oder keine volle Lehrbefähigung haben.

·      Nicht erwähnt wird, dass die 2200 Referendare anstatt sachgerecht ausgebildet und betreut zu werden, bedarfsdeckend eingesetzt werden (Umfang ca. 600 Lehrkräfte(VZE)).

·      Nicht erwähnt wird die Anzahl der nicht besetzbaren Lehrerstellen in den sogenannten Mangelfächern, weil die Berliner Senatsbildungsverwaltung viel zu spät Stellen ausschreibt und die Arbeitsbedingungen der anderen Bundesländer attraktiver sind.

Die ideologisch orientierte Weigerung neueingestellte Lehrkräfte zu verbeamten, benachteiligt die Berliner Schule.

·      Nicht erwähnt wird, dass ein wesentlicher Teil der unbefristeten Neueinstellungen kein tatsächlicher Zugang sind, da diese Lehrkräfte schon vorher befristet beschäftigt waren.

·      Nicht erwähnt wird der tatsächliche Lehrkräftebedarf. Unter Berücksichtigung der neuen Ausstattung der Sekundarschulen und Reduzierung der Stundenverpflichtung der Lehrkräfte an den Sekundarschulen dürfte der gesamte Lehrkräfte-Bedarf (einschl. Profilbedarf) nach einer Abschätzung bei ca. 24 000 Lehrkräfte (VZE).

·      Nicht erwähnt wird, dass die öffentlich genannten Prozentwerte der Ausstattung sich nur auf einen Teil der Lehrkräfteausstattung beziehen. Die Ausstattung im Profilbereich wird verschwiegen.
Der Abschätzung nach ergibt sich bei 22 000 Lehrkräften (VZE) und 600 Referendaren (VZE) und einem Bedarf von 24 000 Lehrkräften (VZE) ein Defizit von 1400 Lehrkräften (VZE) bzw. eine ca. 94%ige Personalausstattung.

Allein ein Vergleich der offiziellen Daten der Unterrichtsausstattung der Gymnasien im Bezirk Tempelhof-Schöneberg zeigt exemplarisch, wie sich die Unterrichtsversorgung von 2005/006 bis 2009/2010 negativ entwickelt hat und weit von einer 100%igen Personalausstattung entfernt sind.

Während 2005/2006 alle Tempelhof-Schöneberger Gymnasien über eine gut 100%ige Ausstattung verfügten, lagen alle Gymnasien 2009/2010 (ohne Berücksichtigung des Profilbedarfs) bei einem Durchschnitt von 94,4%. Fünf der neun Gymnasien hatten eine Personalausstattung von unter 95% (Ein Gymnasium sogar unter 90%). Unter Berücksichtigung des Profilbedarfs lag die durchschnittliche Ausstattung bei nur 90,6%.

Der tatsächliche Lehrkräfte-Bestand und Lehrkräfte-Bedarf wird nicht offengelegt.

Obwohl die Senatsbildungsverwaltung verpflichtet ist, dem Gesamtpersonalrat die Personalausstattung rechtzeitig offenzulegen, weigerte sich die Senatsbildungsverwaltung auch diesem Gremium die tatsächlichen Verhältnisse offenzulegen. Unnötige Verwaltungsgerichtsverfahren belegen das wiederholte rechtswidrige Verhalten der Senatsbildungsverwaltung.

Vielleicht sind die Personalausstattungen und die zu erwartende Personalentwicklung noch wesentlich schlechter als bisher abgeschätzt.

Fest steht, dass die sich jedes Jahr wiederholende Unfähigkeit der Senatsbildungsverwaltung die Schulen sachgerecht auszustatten, zu Lasten der Schülerinnen und Schüler, sowie der Lehrkräfte geht.

Presseerklärung Nr. 6 / 2010

Senat bestraft Schulen, die ihren Unterricht noch selbst abdecken!

Der Berliner Senat kassiert Gelder, die den Schulen für die Einstellung von Vertretungskräften zugeteilt worden sind, entgegen der bisher üblichen Praxis, wieder ein.

Die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin/ Brandenburg, Kathrin Wiencek, hält das für einen Skandal: „Die Schulen lernen daraus: Wer noch nicht so viele Vertretungskräfte brauchte, wird bestraft. Und vor allem – vertraue diesem Senat niemals!“

Man muss folgende Tatsachen feststellen:

-        Die weiterführenden Schulen in Berlin werden NICHT mit der erforderlichen Anzahl von Lehrkräften das kommende Schuljahr beginnen. Anders lautende Beteuerungen des Schulsenators sind eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit.

-        Viele Schulen  können nicht einmal mehr die Lücken mit Vertretungskräften füllen.

-        Der Senat begeht einen klaren Wortbruch. Den Schulen wurde zugesagt, Finanzmittel, die im abgelaufenen Schuljahr nicht verbraucht wurden, als angesparte Mittel für Personalkosten im kommenden Schuljahr verwenden zu dürfen. Diese Zusage gilt nicht mehr.

Der Philologenverband fordert dagegen:

-        Jede Schule muss ihren Unterricht zu 100% mit regulär ausgebildeten Lehrkräften abdecken können!

-        Gebt den Schulen ihr angespartes Budget für Vertretungslehrer zurück.

Presseerklärung Nr. 5 / 2010 - 18.06.2010

Senat beschneidet Aufstiegsmöglichkeiten

für Lehrer an Berliner Gymnasien

Das von Senator Zöllner gestern vorgestellte neue Modell für die Verteilung von Funktionsstellen an Berliner Oberschulen ist für die Gymnasien eine Mogelpackung. Es gibt nicht mehr, sondern insgesamt weniger Leistungsanreize für Lehrkräfte an Gymnasien.

"Sicher ist es gut, aus einem Funktions-Wasserkopf wieder eine reale Aufstiegspyramide zu gestalten. Dies aber kostenneutral und auf Kosten der Gymnasien durchzuführen, zeigt wiedermal, wie mit der erfolgreichsten Schulform in Berlin umgegangen wird.“, stellte die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin/ Brandenburg, Kathrin Wiencek, fest.

·       Fast 200 A15-Funktionsstellen werden an Berliner Gymnasien mittelfristig und dauerhaft wegfallen.  Sie werden nur durch etwa 130 A14 – Stellen ersetzt.

·       Die Bemessungsgrenze von 850 Schülern für die maximale Anzahl von   Funktionsstellen wird selbst von 4-zügigen Gymnasien kaum erreicht.

·       Zwei Ermäßigungsstunden für die Übernahme von Sonderaufgaben sind völlig unangemessen. Bisher nahmen diese Aufgaben höher besoldete Lehrkräfte wahr. 

Der Philologenverband fordert dagegen:

·       Beibehaltung bzw. Ausweitung der Funktionsstellenanzahl, um den

·       Lehrerberuf in Berlin attraktiver zu machen.

·       Senkung der Bemessungsgrundlage pro Schule auf 600 Schüler.

Für Fragen stehen wir Ihnen gerne unter der Nummer 0 30 / 8 34 14 60 zur Verfügung.

Presseerklärung Nr. 4 / 2010 - 16.04.2010

Berliner Lehrer sind ihr Geld wert!

„Berliner Lehrer sind keineswegs teure Beamte.

Sie bleiben trotz permanent hoher Stressbelastung überdurchschnittlich lange im Dienst. Das ist nicht die Folge umsichtiger Schulpolitik. Es ist ein Zeichen dafür, dass viele Kolleginnen und Kollegen Lehrer mit Leib und Seele sind.“

Die Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg, Kathrin Wiencek, kritisiert hiermit den Bericht der Senatsverwaltung zur Situation der Beamtenversorgung:   „Wir müssen klarstellen, dass seit dem Jahr 2003 die Arbeitsbelastung der Berliner Lehrkräfte deutlich zugenommen hat. Aufgaben wurden erweitert und die Arbeitszeit erhöht. Gleichzeitig wurde die Besoldung gekürzt. Der Altersdurch-schnitt stieg mangels ausreichender Neueinstellungen. Parallel dazu wird die Berliner Schule seit Jahren durch immer neue Reformen in Unruhe versetzt.“

Der Philologenverband Berlin/Brandenburg fordert daher:

·       Entsprechend bereits vor Jahren getroffener Vereinbarungen müssen Rückstellungen für zukünftige Pensionslasten vorgenommen werden.

·       Pauschale Aussagen, beamtete Lehrer seien zu teuer, sind zu unterlassen.

·       Neueinstellungen müssen in größerem Umfang als bisher vorgenommen werden. Wenn Kollegien vergreisen, sind die Folgekosten viel höher!

·       Lehrkräfte sind zu verbeamten - gerade weil Beamte im aktiven Dienst geringere Kosten verursachen!

Presseerklärung 3 / 2010 - 22.03.2010

Philologenverband fordert klares Bekenntnis

zu Ganztagsgymnasien

„Die Einrichtung von Ganztagsgymnasien erfordert zwingend eine verbesserte Ausstattung mit pädgogischen Personal.“, stellte Kathrin Wiencek,

Vorsitzende des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg klar.

Ein Ganztagsgymnasium kann nur sinnvoll arbeiten, wenn zusätzliche Förderangebote am Nachmittag gemacht werden. Das gelingt nicht durch eine bloße Ausdehnung der Anwesenheitszeit  der vorhandenen Lehrekräfte. Diese benötigen Vorbereitungszeiten, wofür an den Schulen die räumliche und technische Ausstattung fehlt.

Der Stempel „Gymnasium“ macht eine Ganztagsschule nicht zum Selbstläufer.

Der PhV fordert deshalb zwei zusätzliche Lehrerstellen für jedes Ganztagsgymnasium in Berlin.

Presseerklärung Nr. 2 / 2010

Plötzliche Einführung von zusätzlichen Kursen

überrascht Schulen

Vor etlichen Jahren hat der Berliner Senat die Verkürzung des Abiturs auf 12 Jahre beschlossen. Jetzt – vier Monate vor dem Beginn – wird verkündet, dass die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe ab dem nächsten Schuljahr sieben Kurse mehr besuchen müssen als bisher, was bedeutet, dass die Planung der Schulen für das nächste Schuljahr nur noch Makulatur ist und sie nun in einer „Hau-Ruck-Aktion“ diese Kurse zusätzlich einzurichten haben.

Schon lange haben Eltern und Lehrerschaft wiederholt nach den erforderlichen Regelungen im Zusammenhang mit dem Übergang von 13 auf 12 Jahren gefragt.

Ebenso lange hat die Senatsverwaltung die Anfragen sowie die getroffenen Regelungen der KMK ignoriert und hat damit die Nichtanerkennung des Berliner Abiturs in anderen Bundesländern riskiert. Ein Studium außerhalb Berlins wäre damit nicht möglich. 

Die neue Information überrascht nun die Berliner Gymnasien, die innerhalb kürzester Zeit zusätzliche Kurse „aus dem Hut zaubern“ müssen. Die für die Beratung der Schüler und Eltern zuständigen pädagogischen Koordinatoren haben ihre Informationsveranstaltungen entsprechend der bisherigen Richtlinien außerdem schon längst begonnen.

Die Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung hat ihre Fürsorge für die Berliner Schule grob vernachlässigt. Längst hätten die notwendigen Vorschriften zur Durchführung der zwölfjährigen Schulzeit vorliegen müssen.

Nun müssen die Schulen diese Nachlässigkeit ausbaden.

Presseerklärung Nr. 1 / 2010

Ausbilden statt Ausnutzen 
 

Studienreferendare und Lehramtsanwärter

werden zunehmend zur Absicherung des Unterrichts eingesetzt,

anstatt sie kompetent und solide auszubilden.
 
Schon die seit einiger Zeit durchgeführte Anrechnung jedes Referendars mit  minus sieben Unterrichtsstunden auf die Personalausstattung der Schule, stellt die Unterrichtsversorgung in den Vordergrund.

Dies und die hohe Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte haben zur Folge, dass die Schule nur bedingt ihrer Ausbildungsverpflichtung nachkommen kann. Fachseminarleiter und Mentoren haben kaum Zeit, Studienreferendare und Lehramtsanwärter angemessen zu betreuen. So bestehen nur geringe Möglichkeiten, die notwendigen Unterrichtsbesuche, die für eine solide und angemessene Betreuung wichtig sind, durchzuführen.

 

Damit tritt die Ausbildung der jungen Lehrer in den Hintergrund. Außerdem werden die Referendare über ihre Unterrichtsverpflichtung von sieben Stunden hinaus eingesetzt, um der Schule zusätzlichen Spielraum für die Unterrichtsgestaltung zu verschaffen.

Zusätzlich wirkt sich die Erhöhung der Anzahl der Ausbildungsplätze für Lehrkräfte an den Schulen kontraproduktiv aus, denn angesichts der Anrechnung der Studienreferendare und Lehramtsanwärter auf die Personalausstattung der Schule muss bei vier Referendaren eine erfahrene Lehrkraft die Schule verlassen.

 

 

Wir fordern die Rücknahme der Anrechnung der Referendare und Lehramtsanwärter auf die Personalausstattung der Schule,

 

®    damit die Referendare angemessen an der Schule

ausgebildet werden können,

 

®    damit nicht anstelle qualifizierter Lehrkräfte, Referendare und

Lehramtsamtsanwärter wesentliche Teile des Pflichtunter-

richts abdecken.