Startseite
Vorstand
Geschäftsstelle
Regionen
Grundsätze
Stellungnahmen
Schule & Recht
Mitglied werden!
Aktuelle Infos
Arbeitskreise
Termine
Rechtsschutz
Presseerklärungen
Service
Verbandskarte Mastercard
Links
Bündnisse
Berlin
Brandenburg
Haftungsausschluss
 


BÜNDNIS FÜR LEHRER
Lehrer(innen) und Erzieher(innen) im dbb

BFL- Herausgeber:  Ferdinand Horbat (V.i.s.d.P.) (c/o ferdinand.horbat@dbb-berlin.de); Tel.: 0170 933 17 57              
                                                                                 07.03.2016 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach nur einem halben Jahr  bedurfte es notwendiger Korrekturen des Tarifvertrages zur Entgeltordnung der Lehrkräfte (kurz: TV-EntgO-L).

Warum war dies notwendig?

Fehlerhafte Angaben der Senatsverwaltung zum Lehrerbildungsgesetz bei der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) führten zu nicht korrekten Angaben der Eingruppierung der Nichterfüller (Lehrer ohne volle Lehrbefähigung) im Bereich der Berliner Grundschule im Rahmen der Anlage 2.
Der Fehler führte z.T. zu gleichen oder sogar besseren Eingruppierungen gegenüber den vollausgebildeten Lehrkräften.
Dies hätte eine Benachteiligung der Kolleginnen und Kollegen bedeutet, die voll ausgebildet sind und ggf. schon seit Jahren unterrichten.

Dieser leider im Vertrag enthaltene Fehler musste konsequenterweise durch einen Änderungstarifvertrag korrigiert werden und führte im Sinne einer sachgerechten Korrektur zu einer geringeren Eingruppierung.
Auch nach dem 1. Änderungstarifvertrag zum TV EntgO-L bedeutet der Tarifvertrag in der überwiegenden Anzahl der Fälle eine Verbesserung z.T. bis um zwei Eingruppierungen im Vergleich zu den LehrerRL.
In einer Reihe von Fallgruppen erfolgten gegenüber den LehrerRL Differenzierungen nach der Qualifikation (Master, Bachelor oder kein Abschluss). Diese Differenzierung gegenüber der vorher einheitlichen Eingruppierung führte zu einer Verbesserung der Eingruppierung des Masters, einer Beibehaltung der Eingruppierung beim Bachelor und einer niedrigeren Eingruppierung bei Bewerbern ohne Abschluss. 
Unter dem Aspekt der Qualifikation und der Qualität der schulischen Bildung erscheint eine derartige Differenzierung nicht nur sachgerecht, sondern führt beim Master zu einer besseren Eingruppierung.
Ähnlich verhält es sich mit der Differenzierung der wissenschaftlichen Ausbildung und dem Abschluss Master. Es ist ein Unterschied, ob ein Bewerber ein Lehramtsstudium oder ein anderer Bewerber eine sonstige wissenschaftliche Ausbildung mit einem Master abgeschlossen hat. Auch hier erscheint die Differenzierung der Eingruppierungen als sachgerecht.
  
Bei allen Wunschvorstellungen, die jeder haben kann, bleibt grundsätzlich festzustellen, 
dass der Tarifvertrag zur Entgeltordnung der Lehrkräfte für alle angestellt beschäftigten Lehrerinnen und Lehrer zum ersten Mal eine bundesweite tarifrechtliche Grundlage geschaffen hat und nicht nur für  nicht vollausgebildete Lehrkräfte bessere Eingruppierungen schaffte, sondern z.B. auch teilweise für vollausgebildete Lehrkräfte durch die Angleichungszulage ein im Ergebnis besseres Entgelt ergibt.
Bitte beachten Sie, dass die Verbesserungen für die vor dem 01.08.2015 eingestellten Lehrkräfte nur auf Antrag gewährt werden.
Im Interesse einer sachgerechten Diskussion ggf. unterschiedlicher Positionen sollten einige Punkte aufgerufen werden:
 Der dbb beamtenbund und tarifunion, der eine Vielzahl von Angestellten bundesweit vertritt, hat durch den Abschluss des bundeweit gültigen Tarifvertrages zur Entgeltordnung der Lehrer (TV-EntgO-L) tarifliche Sicherheit geschaffen und das einseitige Diktat des Arbeitgebers beendet.
 Die tarifliche Eingruppierung der angestellten Lehrkräfte in Funktionsstellen ist längst erfolgt. In der Anlage 2 im Abschnitt der Lehrkräfte, die die fachlichen und pädagogischen Voraussetzung für die Übernahme in das Beamtenverhältnis erfüllen, ist die tarifvertraglich geregelte Höhergruppierung zur vergleichbaren beamteten Lehrkraft geregelt. So entspricht z.B. der Besoldungsgruppe A14 die EG14 bzw.                                der Besoldungsgruppe A15 die EG15.
 Berlin ist Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL). Diese Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber verhandelt mit den Vertretern der Arbeitnehmer, den Gewerkschaften dbb beamtenbund und tarifunion und verdi. Weder das Land Berlin noch die GEW sind Vertragspartner. Beide sind nur beteiligt an den Verhandlungen.
 Wer einen Ausgleich statusbedingter Unterschiede fordert, sollte bedenken, dass dies in den ersten Jahren eine deutliche Reduzierung der Gehälter der in Berlin angestellten Lehrkräfte bedeutet.
 Aus der Sicht des dbb beamtenbund und tarifunion besteht angesichts der bestehenden Tarifverträge tarifvertragliche Friedenspflicht für den Bereich der Tarifgemeinschaft deutscher Länder.  

Die Lehrergewerkschaften des dbb berlin beraten Sie gern.

Für die Lehrergewerkschaften im dbb berlin
Ferdinand Horbat

PhV B/B - VBO - VDR - KEG - BFW
Deutscher Philologenverband, Landesverband Berlin/Brandenburg e. V.
Verband Brandenburgischer Oberschullehrer
Verband Deutscher Realschullehrer, Landesverband Berlin
Katholische Erziehergemeinschaft
Bund Freiheit der Wissenschaft 

Aktionsbündnis gegliedertes Schulwesen –

für Leistung, Werte und Qualität

Eine pluralistische Gesellschaft braucht eine pluralistische Schullandschaft und keine Einheitsschule!

Wir fordern die konsequente Durchsetzung von

Leistungsorientierung,

Werteerziehung und

Qualität an Schulen.

Dies geht nur mit schulischer Vielfalt!

Ziel:

Einrichtung von Realschulen als sechsjähriger Bildungsgang ab Klassenstufe 5 mit dem Schwerpunkt Fachoberschulreife neben dem Gymnasium mit einem achtjährigen Bildungsgang. Die sechsjährige Grundschule ist weiter möglich und die neue Berliner Sekundarschule bzw. die Brandenburger Oberschulen und Gesamtschulen bleiben erhalten. Der leistungsorientierte Übergang von der Grundschule nach der Klassenstufe 6 ist in alle Schulformen möglich.

Begründung:

Soziale Gründe:

·       relativ homogene Lerngruppen ermöglichen in großen Lerngruppen gleichmäßigen und größeren  erfolgreichen Bildungs- und Entwicklungsfortschritt,

·       keine soziale Ausgrenzung über- oder unterforderter Schüler,

·       Besuch höherer Bildungsanstalten ist Grundstein für sozialen Aufstieg, damit wirkt das Streben sie zu besuchen als Motivation in sozial schwachen Gruppen.

Wirtschaftliche Gründe:

·       keine Über- oder Unterqualifikation zukünftiger Arbeitnehmer, wenn man nicht zwanghaft meint, das Abitur machen zu müssen,

·       Fachhochschulreife und Studium an einer (Fach-)Hochschule ermöglichen die Ausbildung z.B. dringend benötigter Ingenieure praxisnah und  in relativ kurzer Zeit,

·       25% eines Jahrgangs als Absolventen von Universitäten und 35% als Absolventen von (Fach-)Hochschulen bringen eine Studierquote von 60% ohne dass eine Akademikerschwemme produziert wird.

Gesellschaftliche Gründe:

·       Gleichmacherei hat noch immer demotivierend gewirkt,

·       auf das Leistungsprinzip erst in der Berufswelt zu stoßen, sorgt für Misserfolge und Frustrationen,

·       unterschiedliche intellektuelle Begabungen zu negieren, alle gleichermaßen auf ein Niveau bringen zu wollen, produziert nur Durchschnitt und dabei verlieren alle!

Januar 2010
Presseerklärung vom 08.01.2010 zur Gründung des

Aktionsbündnisses gegliedertes Schulwesen
Berlin/Brandenburg

-  für Leistung, Werte und Qualität - 

Am 8. Januar 2010 hat sich das Aktionsbündnis gegliedertes Schulwesen Berlin/Brandenburg – für Leistung, Werte und Qualität – gegründet.

Wir verstehen uns als Träger einer Bürgerbewegung im Kampf gegen die von den Linken propagierte Einheitsschule, für die die Einführung der Sekundarschule nur ein erster Schritt auf dem Weg zur Einheitsschule sein soll.

Wir sind, begründet auf dem Elternwillen, für schulische Vielfalt, die niemandem vorschreibt, welche Schulform zu wählen ist.

Unsere konkreten Zielvorstellungen und Begründungen entnehmen Sie bitte dem anliegenden Flugblatt.
Presseerklärung vom 10.03.2010
ERSTE  OPFER  IM SCHULSTRUKTURKRIEG
IN  DER  HAUPTSTADT

Das Aktionsbündnis gegliedertes Schulwesen Berlin/Brandenburg stellt nach eigenen Recherchen fest, dass in Berlin in Bezug auf die Anwahl einer weiterführenden Schule eine Abstimmung mit den Füßen erfolgt. Die intensive Diskussion der letzten Monate hat die Eltern für das Thema stark sensibilisiert und dafür gesorgt, dass sie sich bewusst für eine weiterführende Schule für ihre Kinder entscheiden. Dabei geraten jetzt auch ehemals immer gut angewählte Schulen unter die Räder.

Folgende Trends sind zu erkennen:

·       Es erfolgt offensichtlich eine Fluchtbewegung aus den Innenstadtschulen zu den nach Meinung der Eltern besseren Schulen in den Außenbezirken.

·       Bei den Gemeinschaftsschulen brechen die Anmeldezahlen im 2. Bzw. 3. Jahr des Bestehens teilweise ein.

·       Zu Sekundarschulen fusionierte  Schulen, bei denen eine ehemalige Hauptschule dabei ist, werden so gut wie nicht angewählt.

·       Auch ehemalige Gesamtschulen kämpfen  mit sinkenden Anmeldeschulen.

Dies beweist, dass die Berliner Schulstrukturreform von den Eltern nicht wie erhofft angenommen wird.