„Noch nie sind wir von einer neuen Landesregierung so für dumm verkauft und betrogen worden“, sagt die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Berlin/Brandenburg, Kathrin Wiencek.

Wer die Wahlprogramme von SPD und BSW liest, sieht sich grob getäuscht! Bemerkenswert ist auch die Kreativität, mit der die eigenen Wahlprogramme umgedeutet werden.

Es geht bei der Erhöhung der Wochenstundenzahl nicht darum, mehr Unterricht für unsere Kinder zu ermöglichen, denn es soll nur der Status Quo erhalten bleiben. Es geht also nur darum, Geld zu sparen. Und dies ist besonders verwerflich, da es auf den Rücken der Schülerinnen und Schüler ausgetragen wird. Hier wird mal wieder nicht in die Zukunft investiert, sondern das System kaputtgespart.

Besonders schlimm sind die Beteuerungen aus den beiden Parteien, dass dafür bei den anderen schulischen Aufgaben entlastet werden soll. Dieser sogenannte Bürokratieabbau wird von den Verbänden seit Jahren angemahnt. Es gab sogar schon mehr als nur Willenserklärungen in der letzten Legislaturperiode. Trotzdem ist in der Schule kaum etwas wirklich Entlastendes angekommen. Dies ist pure Augenwischerei und die in den Schulen engagiert und am Limit arbeitenden Kolleginnen und Kollegen fühlen sich nur noch veralbert.

„Wir werden uns mit allen legitimen Mitteln gegen diese Erhöhung zur Wehr setzen. Und dafür werden alle Gewerkschaften und Verbände gemeinsam kämpfen“, so die Landesvorsitzende.